Oz“ sorgt für Ordnung am Acker

Lagerhäuser und RWA bieten Landwirten mit „Oz“ einen innovativen Roboter, der am Feld automatisch Unkraut entfernt:
Vollautomatischer Unkrautentferner
Das Hightechnikgerät arbeitet vollautomatisch. © Tien Tran
Ein Roboter, der auf den Namen „Oz“ hört und zur Unkrautbekämpfung eingesetzt wird, zählt zu den neuesten Landtechnik-Entwicklungen in Österreich. Mit dem „Zauberer von Oz“ teilt sich der wendige Roboter nicht nur den Namen, sondern auch eine wichtige Eigenschaft: Er kann quasi zaubern. Denn setzt man Oz auf einem unkrautbelasteten Feld aus und kehrt nach einiger Zeit zurück, ist das Unkraut wie von Zauberhand verschwunden.

Automatisierung ist Zukunftsbereich

Möglich macht dies aber nicht Magie, sondern Automatisierungstechnik, die nun auch auf Österreichs Feldern Einzug hält und in Zukunft eine wichtige Stütze für die heimischen Landwirte darstellen wird. Wichtig ist, bereits mit der Regulierung der Unkräuter zu beginnen, wenn diese noch sehr klein sind und dies, entsprechend dem Unkrautdruck, zeitgerecht zu wiederholen. 2018 haben Lagerhäuser und RWA den Roboter intensiv getestet. Im Frühjahr 2019 wird Oz im praktischen Einsatz bei einem Gemüsebaubetrieb in Oberösterreich sein. Weiters kann man sich im Jahr 2019 auch bei Feldvorführungen von seine r Arbeit überzeugen. Interessierte Landwirte haben die Möglichkeit, den Roboter Oz zu testen, um diesen für den eigenen Betrieb zu erwerben.
E-Mail: smartfarming@rwa.at oder Tel.: 01 / 605 15 – 5421

Effektiver Helfer

Der elektrisch betriebene Roboter mit den Maßen 45 x 100 cm ist ein effektiver Helfer für Landwirte, wenn es um die Unkrautbekämpfung geht. Diese stellt normalerweise eine sehr mühsame Arbeit dar, die vor allem im Biobereich viel Handarbeit erfordert. Mit unterschiedlichen Werkzeugen wie Hackelementen, Striegel oder Zinken ausgestattet, schafft es Oz, Unkraut selbstständig und automatisch zu entfernen oder in Schach zu halten.

Ideal für kleine und mittlere Betriebe

Oz ist besonders gut für kleinere und mittlere Betriebe geeignet, die im Gemüsebau oder Kräuteranbau tätig sind bzw. über Gewächshäuser oder Baumschulen verfügen. Das bevorzugte Einsatzgebiet sind Reihenkulturen mit einem Abstand größer als 65 cm. Damit ist Oz bestens für den Gemüse- und Kräuteranbau sowie den Einsatz in Baumschulen geeignet. Die Navigation zwischen den Reihen erfolgt mittels Stereokamera oder Laserscanner. Optional ist auch eine Navigation mit GPS möglich. Ein weiterer Vorteil von Oz ist, dass er auch im bereits geschlossenen Bestand fahren kann – etwa um eine Spätverunkrautung zu verhindern.

Wissenswertes: Dino der große Bruder

Für größere Betriebe oder größere Flächen und Beetkulturen steht ein großer Bruder namens Dino zur Verfügung. Dieser liefert eine Tagesleistung von bis zu 5 ha bei einer Maximalgeschwindigkeit von 4 km/h und verfügt standardmäßig über RTK-GPS und Kamerasteuerung. Dabei erfolgt die Navigation mittels GPS anhand der vorgegebenen Pfade der angebauten Kultur und die Feinsteuerung der Hackelemente auf Basis der Erkennung der Pflanzenreihen durch das Kamerasystem.

Dino ist 250 cm lang und 130 cm hoch. Je nach Anforderung kann der Spurabstand im Bereich von 150 – 200 cm angepasst werden. Dies ermöglicht den Einsatz in Beeten von 120 – 160 cm Breite oder Reihenkulturen.

Beratung und Information

Informationen zu den Feldrobotern erhalten Sie beim Kundenservice von Farming Innovations.
E-Mail: smartfarming@rwa.at oder
Tel.: 01 / 605 15 – 5421