Hühnerhaltung hinterm Haus

Immer mehr Landwirte und private Haushalte halten Hühner für den Eigenbedarf. Täglich frische Eier vom eigenen Huhn, geringer Aufwand und Pflegeleichtigkeit der Tiere sprechen dafür.

Bio FreilandhennenBio FreilandhennenBio Freilandhennen[1493105716437150.jpg]
Hühner sind Gesellschaftstiere und lieben Auslauf. So fühlen Sie sich sichtlich wohl. © Agrarfoto
Ein Hobby-Hühnerhalter hat nicht viel Aufwand mit seinen Tieren, bekommt aber im Normalfall von jedem Huhn pro Tag ein Ei. Täglich frisches Futter und Wasser, ein Stall und etwas Auslauf im Grünen sind die wichtigsten Dinge, die ein Hühnerherz begehrt. Einige Überlegungen sind dennoch anzustellen.

Im Regelfall sollen Haltungssysteme so gestaltet sein, dass die Hühner nicht davonlaufen können. Manche Hobbygeflügelhalter lassen ihre Tiere ohne Abgrenzungen im Freien herumlaufen – das kann jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt allerdings spezielle Geflügelnetze, die einen eingegrenzten Auslauf problemlos ermöglichen.

Wenn ein Auslauf vorhanden ist, muss dieser überdacht sein. Ist das nicht möglich, müssen die Tiere wohl oder übel eingesperrt bleiben. Einige gesetzliche Bestimmungen sind jedenfalls einzuhalten. Egal wie die Haltung im Freien aussieht, Hauptsache die Hühner haben Platz zum Scharren und um im Staub zu baden.

Der optimale Stall

Die Böden der Stalleinrichtung sollen den Hühnern Sicherheit bieten und keine Verletzungsgefahr darstellen. Hühner brauchen ebenso ihre Ruhephasen. Geeignete Plätze sollten dafür vorgesehen werden, etwa Hühnerstangen, auf denen sich die Tiere ausruhen können.

Geschlossene Ställe verfügen im Idealfall über ausreichend natürliche oder mechanische Lüftungsanlagen. Diese sind in regelmäßigen Abständen zu warten. Tageslicht ist für die Tiere auch sehr wichtig. So ist die Legeleistung im Frühjahr und Sommer hoch, im Herbst und im Winter aufgrund der Kürze des Tageslichts niedriger. In Zeiten der Vogelgrippe ist es aber leider nicht immer möglich den Hühnern ausreichend Tages- bzw. Sonnenlicht anzubieten. Mit Lampen, die Licht und Wärme spenden, kann eine schwache Legeleistung unter Umständen verhindert werden.

Die Behausungen der Hühner müssen stets ausgemistet und sauber gehalten werden. Eine gute Einstreuvariante ist Stroh. Es dient den Tieren unter anderem als Beschäftigungsmaterial.

Hühner lieben Gesellschaft

Hühner sind ungerne alleine. Sie lieben Gesellschaft. Deshalb ist es empfehlenswert mehrere Hühner zu halten. Im Sozialverband von 5 bis 30 fühlen sich die Tiere am wohlsten.

Hühner sind äußerst schreckhafte Tiere. Jede schnelle Bewegung oder unbekannte Geräusche scheuchen die Hühner auf – das große Gackern kennt vor Aufregung keine Grenzen. Bei der Fütterung ist darauf zu achten, dass die Tiere täglich frisches Wasser und Futter bekommen. Da Hühner Allesfresser sind, picken sie nach jedem Korn und Kleingetier. Getreide und Körner, die die Legeleistung unterstützen bieten eine gute Fütterungsgrundlage.

Hygiene und Betreuung sorgen für Zufriedenheit

Egal ob Großbetrieb oder die Hühnerhaltung hinterm Haus – die Betreuung der Tiere ist sehr wichtig. Ob diese den Tieren passt oder nicht, spiegelt sich in ihrem Verhalten wieder. Wenn alles passt, fühlt sich das Federvieh sichtlich wohl und verfügt über ein prachtvolles Federkleid. Sollte dem Tier etwas fehlen, wirkt sich das ebenso auf das Verhalten oder das Erscheinungsbild aus. Ein schütteres Federkleid deutet oftmals auf einem Parasitenbefall hin, der unumgänglich bekämpft werden muss. Hygiene im Hühnerstall ist besonders wichtig. Tote Tiere müssen so schnell wie möglich aus der Gruppe entfernt werden, um eine eventuelle Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.

Fragen Sie Ihren Fachberater

Informieren Sie sich in Ihrem Lagerhaus.

Benutzen Sie die Suchmaske, um das Ergebnis auf eine Postleitzahl einzuschränken. Sie können die Karte auch auf den Startzustand zurücksetzen.